Nature Calling
Wir verbringen eine sehr ruhige Nacht am Fluss. Keine Züge, keine Auto‘s nichts außer dem Rauschen des Baches. Herrlich.
Ich habe den Kaffee gerade fertig, da verspürt Ute einen dringenden Ruf der Natur. Der einzige Nachteil das Plätzchens wird offenbar: nirgends gibt es ein passendes Gebüsch um dem Ruf der Natur zu folgen. 2. Premiere unserer Lösung für solche Fälle.

Der Wind liefert noch einen kleinen Kampf, aber den verliert er. Und endlich weiht Ute erfolgreich unsere Nottoilette ein – diese Sorge im Hinterkopf dürfte Geschichte sein, und wir genießen den verdienten Kaffee am Fluss.

Für heute haben wir einen Fahrtag in’s Tessin geplant und machen uns – kaum ist der Kaffee ausgetrunken – auf die Socken.
Zur Mittagszzeit macht Ute sich daran ein Café zu finden dass uns mit einem leckeren Frühstück versorgen kann. Schnell hat sie eines gefunden. Es soll diese leckeren Küchlein geben, Cappuchino und was man sonst so braucht gäbe es ebenfalls.
Ich frage ob es denn günstig am Weg liegt. Ute bestätigt dass und wir setzen Kurs auf das Café.
Kurz vor 12 erreichen wir die Ausfahrt, zahlen mal wieder Maut und ich folge Ute‘s Anweisungen in Richtung Café. Nach dem unheimlichen Treffer am Strand in Pompeii bin ich da sorglos.
Nachdem ich schon 5 Minuten hungrig und mit dem Frühstück vor Augen durch die Prärie gefahren bin, und ich nun auch schon eine Weile durch ein Städchen kurve, frage ich mal nach wie lange es denn noch wäre. Die Antwort: 5 Minuen, wir sind gleich da.
Ich will gerade bemerken dass das nicht mehr ganz dem entspricht was ich als „günstig am Weg gelegen“ bezeichnen würde, da lässt mich Ute wissen dass das auf der Karte ganz nah aussah.
Da die Schuldfrage nun zu Lasten der Karte geklärt ist, können wir uns darauf konzentrieren ein Frühstück zu bekommen.
5 Minuten später sind wir dann auch da. Nette kleine typisch italienische Bar. Von Wein über Kaffee bis Gebäck ist alles da. Nur die leckeren Törtchen sind nicht in der Auslage. Naja, es gab genügend andere Naschereien zur Auswahl.

Im Supermarkt nebenan finden wir dann noch die leckeren Törtchen und nehmen dann eben die mit.
Kurz vor der Grenze tanken wir nochmal Diesel für 2,079€ / Liter und sollten damit in jedem Fall bis nach Hause kommen.
Erstmal aber geht‘s in‘s Tessin auf den besten Campingplatz der Schweiz. Fast freie Auswahl beim Self Check In inclusive.

Da das Restaurant am Platz leider zu hat, spazieren wir in den Ort auf der Suche nach einer Pizzeria.

Nach einem kleinen Spaziergang – mehr Sport wird es heute leider nicht – werden wir fündig.

Die neapolitanische Pizza war besser, aber die Gnocci sind sehr überzeugend.
Wir checken noch schnell den Wasserstand für Morgen,

und dann heißt es „Ab in‘s Bett“ und mal wieder Zügen und knisternden Hochspannungsleitungen lauschen.

