Vulkane und explodierende Dieselpreise

Der Frühlingsanfang präsentiert sich mit Macht und Ute will zum Vesuv. Pompei steht ebenfalls auf der Wunschliste. 1300km einfache Fahrt für knapp 10 Tage, ich halte das erstmal für einen Scherz.

Dazu klettern die Spritpreise einfach immer höher. Die Regierung begrenzt die Preisanhebungen auf einmal täglich und der Effekt ist dass die Preise noch höher klettern und gar nicht mehr gesenkt werden.

Keine Sterne in Athen – Er hat den Urlaub nicht gewollt – Sie hat gesagt es müsste sein. Wir fahren also los, vielleicht gibt es in Italien ja bezahlbaren Diesel. Zum Glück ist der Tank noch voll und sollte uns bis Modena reichen. Da kennen wir von der Reise nach Rom 2018 einen Stellplatz und eine nette Pizzeria.

Bis in die Schweiz kommen wir gut durch, vor dem Gotthard staut es sich dann, die Spritpreise sind offenbar noch nicht hoch genug.

Über einige Umleitungen und Alternativrouten schaffen wir es mit einiger Verspätung bis Modena und finden – kaum von der Autobahn abgefahren Diesel für unter 2€ je Liter.

Wir tanken voll. Nicht alles schafft es in den Tank – die Zapfpistole tropft. Bevor hier noch alles in Flammen aufgehen kann nehmen wir die letzten Kilometer bis zum Stellplatz auch noch unter die Räder. 12h am Steuer mit nur einer kleinen Pinkelpause – Ute will wirklich zum Vesuv und fährt unermüdlich.

Die Pizzeria vom letzten Mal finden wir nicht mehr, aber eine Alternative ist schnell ausgemacht. Wir geraten in einen Karaoke Abend. Mit über 90 dB trällert Frau Medici italienische Gassenhauer und spendiert eine Runde Ostereier. Die Pizza ist – anders als die Gesangsqualität – hervorragend und über jeden Zweifel erhaben.

Pizza Modena VIP

Als wir zurück zum Bus laufen, klingeln die Ohren noch eine Weile, dann haben wir endlich Ruhe. Jedenfalls hoffen wir dass die Nachbarn auf dem sehr gut gefüllten Stellplatz nicht auch noch einen Karaokeabend starten…

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