Muckross House

Nach einer ruhigen Nacht unter dem Blätterdach, ganz ohne Wind und mit nur wenig Regen steuern wir den Parkplatz von Muckross House an.

Der ehemalige Landsitz wurde nach einer wechselvollen Geschichte dem Staat vermacht, der ihn und die Ländereien in einen Park mit Museum und damit in einen Besuchermagneten verwandelt hat.

Wir drehen erstmal eine Runde außen rum und schauen in den Garten.

Die Runde um’s Haus weckt das Interesse sich das auch mal von Innen anzuschauen. Der Eintritt ist mit 9€ recht moderat. Mit einem lila Aufkleber ausgestattet begeben wir uns auf die Self Guided Tour durch das Haus. Es sind aber auch genügend Aufpasser da, die gerne zu allen Fragen Antworten parat haben.

Der Gun Room

Die Gewehre sind natürlich auch da, in Vitrinen hinter dem Fotografen. die Jagdtrophäen hängen überall an der Wand. Es war den Herrschaften offensichtlich sehr wichtig.

Ebenso wie das stilvolle Genießen. Der Speisesaal:

Die oberen Etagen zeigen deutlich wo der Fokus lag. Ein Arbeitszimmer gibt es nicht, wohl aber eine Bibliothek und das hier:

Gearbeitet wurde im Keller. Von den Bediensteten. Im Flur hingen die Glocken mit denen man nach Ihnen über ein ausgeklügeltes Seilzugsystem rufen konnte. Jede Glocke hatte einen eigenen Ton, so wusste die Angestellten direkt wohin sie eilen mussten.

Für die standesgemäße Fußbekleidung gab es ein eigenes Zimmer. Das Stiefelzimmer. Hat was 😎

Kurzum man wusste auch damals schon wie es sich gut leben lässt, wenn man es sich denn leisten konnte.

Nach einer kurzen Mittagspause drehen wir noch eine Runde durch die Gegend. Die Pferdekutschen sind uns mit 80€ zu teuer, also müssen wir selbst laufen. Aber nur wer selber läuft bleibt fit.

Muckross Abbey, nur noch eine Ruine, aber eine sehr schöne. Besonders der Kreuzgang hat die Zeit perfekt überdauert und man erwartet dass jeden Moment ein Mönch um die Ecke geschwebt kommt.

In jedem Fall ein altes Gemäuer mit Geschichte.

Unsere kleine Tour führt uns noch zum örtlichen Friedhof. Der Zugang hält einen weiteren Zaunübertritt für uns bereit. Unbekannte Bauart, ohne Erklärung. Aber wir bekommen das hin.

Das ganze erinnert an einen verwilderten Garten. Keine erkennbare Grabpflege aber irgendwie dennoch schön. Das etwas verfallene passt ganz zum Ort mit seinen Crypten.

Letzte Station unserer kurzen Wanderung heute ist der Blue Pool. Nach einem Rundweg durch ein Waldgebiet erscheint der Pool laut Wanderführer grün/blau durch Kupferablagerungen. Um das im Bild zu sehen muss ich etwas in die Trickliste greifen.

Der Blue Pool ist der überbewertetste Stopp auf unserem Rundweg. Als Canyonist versteht man unter Blue Pool was sehr anderes als so einen trüben See im Wald.

Zurück am Bus packen wir zusammen und steuern das Ziel für morgen an. Nach dem Schontag heute haben wir uns morgen wieder was anstrengenderes vorgenommen.

Abendessen mit Irlands höchstem Gipfel im Hintergrund. Leider alles im Nebel da oben. Mal sehen was das morgen gibt….

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